Die Werkwochen

Werkwochen sind musisch-kreative Ferien. In fast 50 Jahren schon mehr als 500 Mal inspiriert – in allen Schulferien 4 bis 5 Tage lang experimentiert. Für jeweils 100 Kinder & Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren bietet eine umgebaute Spinnölfabrik viel Platz für Kreativität, Lärm und umgefallene Farbtöpfe.

In verschiedenen Werkstätten und mit vielfältigem Material – alleine oder mit anderen zusammen – kann sich jeder anstecken lassen und überall mitmachen. Unsere Referenten beantworten liebevoll jede Frage und unterstützen beim Werken mit fachkundigem Rat.

Ob Kickerlust, Wasserbombenspaß oder Liebeskummer: Die Teamer kümmern sich rund um die Uhr um alle Belange der Teilnehmenden. Sie sind verantwortlich für alles, was die Organisation betrifft und gestalten jede einzelne Werkwoche mit viel Herz.

Die Geschichte

1965 wurde die erste Werkwoche aus der Taufe gehoben. Sie war die Idee einiger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der KSJ (Katholische Studierende Jugend), die gemeinsam mit Pater Erich Lennartz neue Formen der sozialen Bildungsarbeit für Jugendliche suchten. Parallel zu den kritischen Diskussionen der traditionellen schulischen Lerninhalte in allen gesellschaftlichen Bereichen und begleitet von der politischen Aufbruchstimmung in den Endsechzigern, wurden die Werkwochen ins Leben gerufen. Mit kreativen Medien sollte das kopflastige schulische Lernen durch eine unmittelbare sinnliche Auseinandersetzung ersetzt werden. Der schöpferische Prozess bot zudem vielfältige Ansatzpunkte für einen persönlichkeitsbildenden Lernprozess in der Gruppe.

Die J-GCL

Träger der musisch-kreativen Werkwochen sind seit 1997 die Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens (J-GCL) ein Mitgliedsverband im BDKJ Diözesanverband Aachen. In der gewählten Diözesanleitung haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Werkwochen das Zepter selbst in die Hand genommen und entscheiden demokratisch über die Ziele und Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Freie Zeit

Die Werkwochen werden in allen Schulferien angeboten. In dieser Zeit sind die Kinder und Jugendlichen besonders offen für neue Erfahrungen und Experimente. Sie gestalten ihre Zeit in den Werkwochen den eigenen Bedürfnissen und Wünschen nach, ohne Lehrplan und Leistungsansprüche. Auf dieser Basis können freie künstlerische Arbeiten entstehen, die verschüttete Potentiale aufbrechen und oft überraschende Ergebnisse zu Tage bringen. Viele Kinder und Jugendliche, die sich selbst für unkreativ und ungeeignet halten, springen, motiviert durch die Aktivität der Anderen, über ihren persönlichen Schatten und entdecken hier ungeahnte Fähigkeiten und bekommen Lust auf mehr.

Die Werkkurse

Die Werkkurse sind das Zentrum jeder Werkwoche. Neben den traditionellen Evergreens wie Speckstein, Batik, Marionettenbau, Holzarbeiten, Bildhauerei, Gestalten, Tonarbeiten, Seidenmalerei, Video, Theater und Tanz, stehen eine Reihe neuer Kurse auf dem Programm, die aktuelle Trends aufgreifen oder neue künstlerische Experimente darstellen.

Die Referenten und Referentinnen in den Werkkursen sind Künstler und Künstlerinnen, die über viele Jahre hinweg den Werkwochen treu sind und ein intuitives Gespür für die Fragen der Kinder und Jugendlichen haben. Sie schaffen in ihren Kursen den Spagat zwischen “banaler” Materialimprovisation und künstlerischer Auseinandersetzung. Sie sind der Katalysator für den kreativen Prozess und nicht dessen Motor.

Die Bleiberger Fabrik

Die alte Spinnölfabrik wurde 1979 mit der Unterstützung vieler privater Spender und Helfer gekauft und zu einem kreativen Bildungszentrum umgebaut. Seitdem werden die musisch-kreativen Werkwochen und Kreativkurse des Bildungswerkes Carolus Magnus e.V. in der Bleiberger Fabrik angeboten. Das alte Fabrikgebäude mit seinem speziellen Charme und gepflegten Chaos lädt ein, ungezwungen künstlerisch zu arbeiten und der Phantasie freien Lauf zu lassen. In den Werkwochen stehen alle Räume offen und bieten ein buntes Angebot an Werkkursen.